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Fusion von offline und online Marktforschung

Das für Internet-Wirkungsmessungen und Online-Marktanalysen bekannte Institut für angewandte Argumentenforschung, IFAA in Bern erhält prominenten Zuwachs im Verwaltungsrat. Hans-Ruedi Hertig, ehemaliger Geschäftsführer von Konso AG und bis 2001 Leiter der GfK-Umfrageforschung, wurde per 1. Januar 2011 in der Verwaltungsrat des IFAA gewählt. Damit spannen künftig zwei bekannte Exponenten aus der Schweizer Marktforschung zusammen: Hans-Ruedi-Hertig, ein Markenzeichen in der Umfrageforschung und Christoph Glauser, weltweit tätiger Experte für Online-Marktforschung und Suchmaschinenmarketing.

Dieser personelle Neuzugang beim IFAA kommt inhaltlich und bezogen auf die Forschungskompetenz einer Fusion von offline- und online Marktforschung gleich. Das 1994 gegründete IFAA Institut mit Sitz in Bern hat sich auf die Inhaltsanalyse von Webseiten und auf digitale Evaluationen von e-Government spezialisiert, währenddem Hans-Ruedi Hertig alle Formen der klassischen Marktforschung vertritt. Unter anderem war Hertig während Jahren für anspruchsvollste Randomstudien wie die Umfragen zur Konsumentenstimmung des seco verantwortlich. Derzeit läuft eine der grössten je in der Schweiz durchführte Meinungsforschungsstudien im Auftrag des „Beobachter“, welche noch unter der Verantwortung von Hans-Ruedi Hertig konzipiert wurde. Zudem führte er für den Westschweizer Medienkombi trc eine bis anhin massgebende Crossmedia-Reichweitenstudie durch. Hertig ist Dozent für Strategie, Marketing-Excellence und E-Business an in- und ausländischen Wirtschaftshochschulen.

Online - MAFO liegt im Trend

Der Online-Marktanalyst Christoph Glauser wurde als Leiter des Institutes IFAA 2009 in den Vorstand des Branchenverbandes vsms gewählt und von der EU-Kommission gleichzeitig als Preisrichter für den EU e-Governance Award ernannt. Er begleitet als Geschäftsführer der ArgYou AG Agenturen und Kunden im In- und Ausland bei Konkurrenzanalysen sowie bei der Umsetzung von Web-Redesign und Online-Kampagnen. Glauser war u.a. lange an der ETH-Zürich wissenschaftlich tätig und gilt als besonders innovativer Marktforscher. Er ist Dozent an der HSO für Online-Marketing und lehrt an verschiedenen Universitäten zu neuen Methoden in der Online-Forschung.

Bei den weltweit einzig­artigen Mess-Verfahren von Websites werden am IFAA Inhalte und Nutzer inhaltlich gemessen und software-tools für die Messung von Suche bei verschiedenen Suchmaschinen entwickelt. Aufwändige Befragungen erübrigen sich dabei. Die „Grabungs- und Analysetechnologie“ analysiert die Inhalte beliebiger Webseiten mit frei zugänglichen Daten und vergleicht diese dann systematisch mit dem, was die Nutzer von Suchmaschinen suchen. Die auf lang­jähriger semantischer und semiotischer Grundlagenforschung basierenden Methoden zeigen auf, wie intensiv angebotene Webinhalte mit den Begriffen bei diversen Suchmaschinen und Keyword-Datenbanken gesucht werden, was eine systematische Wirkungs- und Qualitäts­kontrolle online erst möglich macht.

Schweizer Forschung zu search & find

Das IFAA führt im Bereich Suchmaschinen sowie rund um SEO SEM und zur mobilen Suche auf dem Handy kontinuierliche Grundlagenforschung gemeinsam mit über 30 europäischen Universitäten durch. Derzeit bearbeitet das IFAA EU-Forschungsprojekte sowie ein international einmaliges Forschungsprojekt des Schweizerischen Nationalfonds im Bereich e-Governance zusammen mit der ETH-Lausanne und der Universität Moskau. Dabei geht es auch um intensivere internationale Forschungszusammenarbeit zwischen der Schweiz und Russland. „Das Projekt hilft uns gleichzeitig, den Russischen Markt für Online-Messungen, Web-controlling und Kampagnen noch besser zu verstehen“ bestätigt Christoph Glauser zu dem laufenden Projekt. Ausserdem sind am IFAA, wie bereits anlässlich früherer Wahlkämpfe, Studien und Inhaltsanalysen zu den politischen Parteien im Online-Wahlkampf 2011 im Vergleich zur Nachfrage von Bürgerinnen und Bürgern geplant. „Mit Hans-Ruedi Hertig stösst ein besonders erfahrener Marktforscher zu uns, der uns bei unseren zahlreichen Online-Projekten mit den öffentlichen Verwaltungen in ganz Europa, sowie mit den NGO’s und NPO’s perfekt ergänzen wird.“

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